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Microsoft Office ist tot. Es lebe Microsoft 365!

Die Büroprogramme von Microsoft lassen sich in der Online-Version neuerdings auch mit Linux-PCs nutzen. Grund genug für uns, das Angebot unter die Lupe zu nehmen.

Windows+Linux / Deutsch / Kostenlos.

Die meisten Linux-Benutzer arbeiten in ihrer Schreibstube mit LibreOffice und sind zufrieden damit. Es kommt aber immer wieder vor, dass jemand auf Microsoft Office angewiesen ist, weil das von Kunden, Arbeitgebern, Freunden oder anderen Leuten, mit denen man es sich nicht verscherzen will, verlangt wird. Oft wird das als Argument gegen Linux angeführt. Damit ist jetzt Schluss!

Microsoft Office lässt sich auch auf Ubuntu und anderen Linux-Versionen nutzen. Voraussetzung ist eine gute Internetverbindung, denn die Dokumente werden online in der Cloud bearbeitet.

Verwirrend: Microsoft hat sein Office-Angebot umbenannt. Es heißt jetzt nicht mehr "Microsoft Office", sondern "Microsoft 365". Wahrscheinlich will man unter dieser neuen Marke das Angebot erweitern und an unterschiedliche Zielgruppen anpassen, so dass schließlich jeder Benutzer an 365 Tagen im Jahr mit der Microsoft-Cloud glücklich wird. (So ungefähr stelle ich mir die Überlegungen der Marketing-Abteilung vor.)

Ebenso verwirrend ist die Preisgestaltung: Es gibt eine sowie Versionen zur Miete ab sieben Euro im Monat und zum . Die Kaufversion heißt dann doch wieder "Office". Die Verwirrung ist komplett. Die kostenlose Variante enthält die Office Online Apps und fünf Gigabyte Cloud-Speicher. Alle Online-Varianten setzen ein Benutzerkonto bei Microsoft voraus. Microsoft 365 wird auch als "Premium"-Variante beworben. Wenn Sie unsicher sind, welche Variante Sie brauchen, dann fangen Sie zunächst mit dem kostenlosen Dienst an. Sollten Sie später an dessen Grenzen stoßen, können Sie immer noch zu einer Bezahlversion wechseln. (Oder Sie bleiben vielleicht doch lieber bei LibreOffice. Da gibt es diesen Versions-Wirrwarr nicht, LibreOffice ist immer LibreOffice.)

Mauszeiger schlecht zu sehen? So vergrößern Sie ihn

Moderne Betriebssysteme stellen sich zunehmend auch auf ältere Benutzer ein, die nicht mehr ganz so scharfe Adleraugen haben. So lässt sich der Mauszeiger zum Beispiel problemlos vergrößern.

Windows+Linux / Deutsch / Freeware.

Um den Mauszeiger in Windows 10 zu vergrößern, klicken Sie im Startmenü auf das Zahnrad ⛭. Damit rufen Sie die "Einstellungen" auf. In den Einstellungen klicken Sie auf "Erleichterte Bedienung" und dann auf "Cursor & Zeiger". Jetzt können Sie die "Zeigergröße ändern", indem Sie einen Schieberegler verrücken. Die größte Größe ist geradezu absurd riesig – aber damit übersieht man den Mauszeiger garantiert nie wieder.

Außerdem können Sie hier die "Cursorbreite ändern". Damit wird der kleine Strich, den man in Eingabefeldern sieht, dicker. Im Test wurde der breite Cursor in den Systemprogrmmen von Windows und in LibreOffice sichtbar, nicht jedoch in Firefox.

Ubuntu 18
Auch in Ubuntu Linux lässt sich der Mauszeiger einfach vergrößern. Dazu rufen Sie auch hier die Einstellungen auf. Klicken Sie in die obere rechte Ecke des Bildschirms und dann auf das Werkzeugsymbol.

In den Einstellungen klicken Sie links auf "Zugangshilfen" und dann rechts auf "Cursorgröße". Damit ist an dieser Stelle der Mauszeiger gemeint. Vier Stufen stehen zur Verfügung. Klicken Sie die gewünschte Vergrößerungsstufe an. Sie wird sofort wirksam.

Sie können den Mauszeiger sogar noch deutlicher markieren. Klicken Sie dazu im gleichen Fenster auf "Vergrößerung". Diese schalten Sie zunächst "Ein". Anschließend kicken Sie auf den Karteireiter "Fadenkreuz" und schalten auch dieses ein. Dieses Fadenkreuz können Sie beliebig dick und beliebig groß einstellen. Sie können auch die Farbe frei wählen. Ästhetisch ist das zwar eine Katastrophe, aber dafür brauchen Sie sich nie mehr zu fragen, wo denn eigentlich der Mauszeiger gerade steckt.

Bildschirminhalte unter Linux speichern

Egal, ob Sie eine Landkarte aus OpenStreetmap oder ein Programmfenster speichern möchten: Mit Linux können Sie Bildschirminhalte komfortabel als Grafikdateien speichern.

Linux / Deutsch / Open Source.

Wer wie ich über Computerprogramme berichtet, braucht sie ständig: Screenshots, also Abbildungen von dem, was sich auf dem Bildschirm tut. Mal ist ein spezielles Fenster gefragt, mal ein Ausschnitt, mal der komplette Bildschirm. Aber auch sonst können Screenshots nützlich sein: Zum Beispiel um Landkarten aus dem Routenplaner auszudrucken, ein Programmfenster per Mail zu verschicken oder dergleichen mehr.

Auf einem Linux-PC machen Sie Ihre Bildschirmfotos schnell, einfach und elegant mit Tastenkombinationen. Wenn Sie die Druck-Taste oben rechts auf Ihrer Tastatur drücken, wird der ganze Bildschirm in einer Bilddatei gespeichert. Sie finden die Datei im Bilder-Ordner unter dem Namen "Bildschirmfoto ... png", wobei anstelle der drei Punkte das aktuelle Datum und die Uhrzeit stehen.

Mit der Tastenkombination Alt-Druck fotografieren Sie das aktive Fenster. Besonders praktisch finde ich Umschalt-Druck: Damit wird der Mauszeiger zu einem + und Sie können einen Bereich auf dem Bildschirm auswählen.

Nehmen Sie die Strg-Taste hinzu, werden die Grafiken nur in die Zwischenablage kopiert, aber nicht in eine Datei gespeichert. Das ist praktisch, wenn Sie die Grafik nicht als Datei brauchen, sondern zum Beispiel in ein Office-Dokument einfügen möchten.

Wenn die DVD sich nicht öffnen lässt

Bei einem Kunden hatte ich neulich mit einem seltsamen Phänomen zu tun: Er konnte auf seine DVD nicht zugreifen. Die Lösung war verblüffend.

Linux / Deutsch / Open Source.

Mein Kunde legte eine DVD ein, konnte aber den Inhalt nicht anzeigen. Versuchte er es, erschien eine Fehlermeldung. Als ich mich an seinen PC setzte, fiel mir sofort etwas auf.

Im Dateimanager von Ubuntu finden Sie links ein Inhaltsverzeichnis. "Zuletzt verwendet", "Persönlicher Ordner", "Schreibtisch" und dergleichen steht da. Dort werden auch eingelegte DVDs und eingesteckte USB-Sticks angezeigt.

Halten Sie den Mauszeiger über einen dieser Einträge im Inhaltsverzeichnis, ohne zu klicken. Es erscheint ein kleines schwarzes Feld mit weißer Beschriftung. Was da steht, ist meistens ziemlich nichtssagend.

Aber in diesem Fall war genau dieses Feld der Schlüssel. Wenn Sie nämlich den Mauszeiger über eine eingelegte DVD halten, erscheint eine Meldung wie "/media/klara/Urlaubsfotos 2018".

In dieser Meldung steckt ein Benutzername. Und das war im Falle meines Kunden nicht sein eigener. Sondern der seiner Frau. Und das war des Rätsels Lösung: Seine Frau war mit ihrem eigenen Benutzerkonto an dem PC gewesen und hatte die DVD eingelegt. Damit hatte Linux die DVD diesem Benutzerkonto zugeordnet. Zugriffe von anderen Konten sperrte das System. Diese Sperre ließ sich auch nicht durch einen Neustart beheben.

Lösen ließ sich das Problem auf der Kommandozeile mit Administrator-Rechten:
sudo umount /media/klara/Urlaubsfotos

Im konkreten Fall war es noch ein bisschen komplizierter, denn der Name der DVD enthielt ein Leerzeichen. Daher musste ich Anführungszeichen in den Befehl einfügen, und zwar so:
sudo umount "/media/klara/Urlaubsfotos 2018"

Damit wurde das DVD-Laufwerk wieder freigegeben, mein Kunde hatte wieder Zugriff.

Wie komme ich ins BIOS?

Eine Leserin fragt: „Habe mir das Handbuch meines neuen Notebooks durchgelesen, kann hier keine Tastenkombination für das BIOS finden. Wie kann ich die Installations-DVD für Linux öffnen?“

Windows / Deutsch / Proprietär.

Bei neuen Notebooks ist meist kein klassisches BIOS mehr vorhanden. Statt dessen steuert das so genannte „UEFI“ den Startvorgang und die Kommunikation der Software mit der Elektronik. Je nachdem, wie der Rechner konfiguriert ist, kann es sein, dass Sie nur noch von Windows aus in die UEFI-Einstellungen kommen.

Vorsicht! Wenn Sie Änderungen am UEFI oder BIOS vornehmen, gehen Sie bitte besonders sorgfältig vor. Es können Schäden am PC entstehen. Die Haftung dafür übernehmen weder Autor noch Verlag.

Gehen Sie wie folgt vor:

  • Klicken Sie in Windows mit der rechten Maustaste auf den Startknopf unten links.
  • Gehen Sie mit der Maus auf „Herunterfahren oder abmelden“, dabei noch nicht klicken!
  • Bewegen Sie den Mauszeiger auf „Neu starten“ – immer noch nicht klicken.
  • Umschalt-Taste drücken und gedrückt halten.
  • Jetzt erst mit der linken Maustaste auf „Neu starten“ klicken.
  • Danach können Sie die Umschalt-Taste wieder loslassen.
  • „Problembehandlung“ anklicken.
  • „Erweiterte Optionen“ anklicken.

Jetzt erscheinen einige spezielle Optionen. Wenn Ihr PC über ein modernes UEFI-Startsystem verfügt, das logisch an Windows angekoppelt ist, dann finden Sie hier die entsprechende Option dazu, mit der Sie die UEFI-Einstellungen aufrufen können: „UEFI-Firmwareeinstellungen".

Diese klicken Sie an. Jetzt können Sie mit einem Klick Ihren PC „Neu starten“ und dabei die UEFI-Einstellungen aufrufen.

Jetzt können Sie die Startreihenfolge ändern, so dass Sie den PC von Ihrer Linux-DVD starten können.