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So können Sie Ihren alten Laptop wiederbeleben

Eine Leserin fragte: "Ich möchte jetzt einen alten aber netten Laptop (aktuell XP) mit i686 auf Linux umrüsten, aber wie geht das?"

Linux / Deutsch / Open Source.

Die Leserin hatte vergeblich versucht, Linux mit einer Installations-CD auf ihrem Laptop zu installieren. Die Fehlermeldung besagte, dass "i686" störte. Was hat das zu bedeuten?

i686 bezeichnet einen bestimmten Prozessortyp, und zwar einen mit 32 Bit. Aktuelle PCs haben aber 64 Bit Auch aktuelle Installations-DVDs für Linux haben sich darauf eingestellt, daher die Fehlermeldung. Aber es gibt immer noch Linux-Varianten, mit denen man auch einen 32-Bit-Computer betreiben kann, zum Beispiel diese hier:


Die Leserin hatte außerdem schon ISO-Dateien im Netz gefunden, war aber ratlos, was sie mit diesen tun sollte. Diese ISO-Dateien sind sozusagen virtuelle Installations-DVDs. Um sie in echte Installations-DVDs zu verwandeln, kann man sie auf einen DVD-Rohling brennen. Dabei ist es wichtig, im Brennprogrmam anzukreuzen, dass man ein "Image" brennen will.

Einfach ist es aber, die ISO-Datei auf eine spezielle Weise auf einen USB-Stick zu kopieren. Eine Anleitung dazu habe ich unten verlinkt. Wenn der USB-Stick fertig ist, stecken Sie ihn an Ihren Laptop und starten diesen neu. Das Gerät startet dann nicht Windows sondern die Linux-Installation. Sollte dennoch Windows erscheinen, müssen Sie im BIOS einstellen, dass der Rechner von dem Stick starten soll. Bie den meisten PCs kommen Sie in die BIOS-Einstellungen, indem Sie beim Start die Löschtaste drücken.

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So erneuern Sie Ihr Letsencrypt-Zertifikat

Wenn Sie einen Server im Internet betreiben, sollten Sie ihn mit einem Zertifikat absichern. So können Sie selbst und alle anderen Benutzer verschlüsselt auf den Server zugreifen. Das Zertifikat muss regelmäßig erneuert werden. So geht das mit dem beliebten kostenlosen Zertifikatsdienst Let’s Encrypt.

Linux / Englisch / Open Source.

Um Ihr Let’s Encrypt-Zertifikat zu erneuern, nehmen Sie per SSH Kontakt mit Ihrem Server auf. Der Server fragt dabei nach Ihrem Passwort. Nach der Anmeldung erscheint die Login-Meldung Ihres Servers sowie dessen Eingabezeile. Mit dem Befehl "sudo -i" können Sie sich zum Administrator ernennen, der unter Linux "root" heißt.

Um Ihr Zertifikat zu erneuern, benutzen Sie den Befehl
certbot-auto

Das löst eine ganze Reihe von Aktionen aus. Zuerst aktualisiert sich der Befehl selbst, es erscheinen Meldungen wie diese: "Upgrading certbot-auto 0.24.0 to 0.28.0, Replacing certbot-auto". Je nach Installation können noch eine ganze Menge mehr Meldungen erscheinen.

Wenn Sie gefragt werden, ob Sie mit dem Upgrade einverstanden sind ("The following packages will be upgraded ... Do you want to continue? [Y/n]"). Drücken Sie die Return-Taste, um das zu bestätigen.

Der ganze Vorgang kann je nach Server eine ganze Weile dauern. Schließlich werden Sie gefragt, für welche Adressen Sie HTTPS aktivieren möchten. Das kann eine Adresse sein oder mehrere. Wenn Sie einfach die Eingabetaste drücken, werden alle Adressen mit neuen Zertifikaten versehen.

Es kann sein, dass Sie den Port 80 freischalten müssen, damit die Prozedur funktioniert. Schließlich erscheint eine Erolgsmeldung: "Your existing certificate has been successfully renewed".

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So erstellen Sie einen startfähigen USB-Stick mit Linux

Mit einem startfähigen USB-Stick können Sie Linux installieren. So ein Stick ist aber auch ein hervorragender Rettungsring, wenn ein PC mal nicht starten will.

Windows+Linux / Deutsch / Open Source.

Egal, ob Windows oder Linux auf einem PC installiert ist: Mit einem startfähigen USB-Stick haben Sie im Handumdrehen ein funktionierendes Linux-System vor sich. Das können Sie dann nutzen, um Linux allein oder neben Windows zu installieren, um einen Windows-PC auf Viren zu untersuchen, um kaputte Festplatten zu reparieren, Daten zu retten und vieles mehr zu erledigen.

So einen Stick erstellen Sie ganz einfach mit dem Ubuntu Startmedienersteller. Wenn Sie in Ubuntu 18 auf "Aktivitäten" klicken und "start" eingeben, erscheinen einige Symbole, darunter der Startmedienersteller.

Wenn Sie den Startmedienersteller starten, listet dieser automatisch alle ISO-Dateien auf, die er in Ihrem Download-Ordner findet. Findet er dort nichts, dann haben Sie Ihre Linux-Installationsdatei wahrscheinlich  woanders gespeichert. In dem Fall klicken Sie auf "Weitere" und wählen den entsprechenden Ordner aus. Oder Sie haben noch gar kein Linux heruntergeladen? Dann holen Sie das nach.

Unten im Fenster listet das Programm die vorhandenen USB-Sticks auf, suchen Sie sich einen aus. Im Dateimanager vergewissern Sie sich, dass keine wichtigen Daten auf dem Stick sind. Dann klicken Sie auf "Startmedium erstellen". Linux weist Sie darauf hin, dass "Alle vorhandenen Daten verloren gehen werden". Mit einem Klick auf Ja erklären Sie sich damit einverstanden.

Dann beginnt das Programm, das "Datenträgerabbild" auf den Stick zu schreiben. Das kann je nach Stick und PC eine Weile dauern. Schließlich erscheint eine Erfolgsmeldung, und Sie können mit Ihrem USB-Stick PCs starten.

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Wenn Linux nicht starten will

Es kann ganz plötzlich passieren: Der Anmeldebildschirm erscheint in einer falschen Auflösung, die Anmeldung schlägt fehl. Statt der gewohnten Arbeitsumgebung bekommt man nur Fehlermeldungen zu sehen. Was Sie dann tun können.

Linux / Deutsch / Open Source.

Linux ist ein sehr flexibles Betriebssystem. Bei Problemen mit Start oder Anmeldung können Sie auf eine Kommandozeile und auf ältere Kernel ausweichen. Fast jedes Problem lässt sich so lösen. Wechseln Sie als Erstes mit der Tastenkombination Strg-Alt-F1 zu einer Kommandozeile. Diese Kommandozeile funktioniert unabhängig von der grafischen Oberfläche. Nicht erschrecken: Es zeigt sich ein fast komplett schwarzer Bildschirm. Dort können Sie sich aber mit Ihren gewohnten Zugangsdaten anmelden. Achtung: Wenn Sie Ihr Passwort eingeben, scheint der Computer es nicht anzunehmen. Lassen Sie sich davon nicht irritieren! Tippen Sie Ihr Passwort zuende und drücken Sie dann die Eingabetaste. Schon sind Sie auf Ihrem Linux-PC angemeldet.

Der Bildschirm ist allerdings immer noch schwarz. Allerdings zeigt der PC auch im Textmodus etliche Meldungen an. Es könnten zum Beispiel Updates fällig sein. Diese installieren Sie mit den Befehlen "apt-get update" und "apt-get upgrade".

Mit dem Befehl "ls" stellen Sie fest, ob Ihre Dateien noch da sind. Eine mögliche Fehlerursache ist eine vollgelaufene Festplatte. Mit "df -h" überprüfen Sie das. Ist eine der Festplatten zu 100 Prozent belegt, so liegt hier wahrscheinlich der Fehler. Löschen Sie Dateien, um Platz zu schaffen.

Mit "reboot" lösen Sie einen Neustart aus. War der Platzmangel das Problem, sollte der PC jetzt fehlerfrei durchstarten. Wenn nicht, können Sie bei einem weiteren Neustart einen anderen Kernel wählen. Gehen Sie dazu im Startmenü auf "Erweiterte Optionen für Ubuntu" und wählen Sie einen Eintrag, der ungefähr so aussieht: "Ubuntu mit Linux 4.15.0-23 generic".

Was tun, wenn der NextCloud-Server voll ist?

Man kennt das: Egal, ob es um Schubladen, Kellerräume oder Festplatten geht – es sammelt sich im Laufe der Zeit einfach immer mehr Zeug darin an. Das gilt auch für Nextcloud. Und irgendwann funktioniert dann noch nicht mal mehr das Login.

Windows+Linux / Deutsch / Open Source.

Mit Nextcloud können Sie auf einem eigenen Server Dateien, Termine und Kontakte abgleichen. Das funktioniert meist reibungslos. Es kann aber vorkommen, dass die Festplatte des Servers vollläuft. Dann kann man sich schlimmstenfalls gar nicht mehr an der Web-Oberfläche des Servers anmelden.

Wenn das passiert, weichen Sie auf den Admin-Eingang auf der Kommandozeile aus. Den erreichen Sie per SSH. Angenommen, Sie betreiben den Server im eigenen Netzwerk auf einem RaspberryPi. Dieser trägt in Ihrem Netz den Namen raspberrypi und läuft mit der Standard-Konfiguration unter Raspbian. Dann lautet der Befehl, mit dem Sie die Kommandozeile Ihres Server erreichen
ssh pi@raspberrypi

Sie geben Ihr Passwort ein und können mit df -h ermitteln, wie voll die verschiedenen Bereiche der Festplatte sind. Über 90 Prozent wird es kritisch, bei 100 Prozent geht auf der Web-Oberfläche nichts mehr.

In dem Fall müssen Sie zunächst Platz schaffen. Ich installiere auf meinen Servern für solche Zwecke immer den Midnight Commander mit
sudo apt-get install mc

Um Zugriff auf alle Bereiche zu haben, ernennen Sie sich mit sudo -i zum root. Mit oder ohne mc gehen Sie dann zu Ihrem Datenordner. Diesen finden Sie in der Standard-Konfiguration unter /var/www/html/data. Darin finden Sie für jeden Benutzer Ihres Servers einen eigenen Ordner. Suchen Sie zuerst nach Ordnern mit dem Namen files_trashbin. Das ist der Papierkorb des jeweiligen Nutzers. Dessen Inhalt können Sie löschen, ohne großen Schaden anzurichten.