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Bildschirminhalte unter Linux speichern

Egal, ob Sie eine Landkarte aus OpenStreetmap oder ein Programmfenster speichern möchten: Mit Linux können Sie Bildschirminhalte komfortabel als Grafikdateien speichern.

Linux / Deutsch / Open Source.

Wer wie ich über Computerprogramme berichtet, braucht sie ständig: Screenshots, also Abbildungen von dem, was sich auf dem Bildschirm tut. Mal ist ein spezielles Fenster gefragt, mal ein Ausschnitt, mal der komplette Bildschirm. Aber auch sonst können Screenshots nützlich sein: Zum Beispiel um Landkarten aus dem Routenplaner auszudrucken, ein Programmfenster per Mail zu verschicken oder dergleichen mehr.

Auf einem Linux-PC machen Sie Ihre Bildschirmfotos schnell, einfach und elegant mit Tastenkombinationen. Wenn Sie die Druck-Taste oben rechts auf Ihrer Tastatur drücken, wird der ganze Bildschirm in einer Bilddatei gespeichert. Sie finden die Datei im Bilder-Ordner unter dem Namen "Bildschirmfoto ... png", wobei anstelle der drei Punkte das aktuelle Datum und die Uhrzeit stehen.

Mit der Tastenkombination Alt-Druck fotografieren Sie das aktive Fenster. Besonders praktisch finde ich Umschalt-Druck: Damit wird der Mauszeiger zu einem + und Sie können einen Bereich auf dem Bildschirm auswählen.

Nehmen Sie die Strg-Taste hinzu, werden die Grafiken nur in die Zwischenablage kopiert, aber nicht in eine Datei gespeichert. Das ist praktisch, wenn Sie die Grafik nicht als Datei brauchen, sondern zum Beispiel in ein Office-Dokument einfügen möchten.

Wenn die DVD sich nicht öffnen lässt

Bei einem Kunden hatte ich neulich mit einem seltsamen Phänomen zu tun: Er konnte auf seine DVD nicht zugreifen. Die Lösung war verblüffend.

Linux / Deutsch / Open Source.

Mein Kunde legte eine DVD ein, konnte aber den Inhalt nicht anzeigen. Versuchte er es, erschien eine Fehlermeldung. Als ich mich an seinen PC setzte, fiel mir sofort etwas auf.

Im Dateimanager von Ubuntu finden Sie links ein Inhaltsverzeichnis. "Zuletzt verwendet", "Persönlicher Ordner", "Schreibtisch" und dergleichen steht da. Dort werden auch eingelegte DVDs und eingesteckte USB-Sticks angezeigt.

Halten Sie den Mauszeiger über einen dieser Einträge im Inhaltsverzeichnis, ohne zu klicken. Es erscheint ein kleines schwarzes Feld mit weißer Beschriftung. Was da steht, ist meistens ziemlich nichtssagend.

Aber in diesem Fall war genau dieses Feld der Schlüssel. Wenn Sie nämlich den Mauszeiger über eine eingelegte DVD halten, erscheint eine Meldung wie "/media/klara/Urlaubsfotos 2018".

In dieser Meldung steckt ein Benutzername. Und das war im Falle meines Kunden nicht sein eigener. Sondern der seiner Frau. Und das war des Rätsels Lösung: Seine Frau war mit ihrem eigenen Benutzerkonto an dem PC gewesen und hatte die DVD eingelegt. Damit hatte Linux die DVD diesem Benutzerkonto zugeordnet. Zugriffe von anderen Konten sperrte das System. Diese Sperre ließ sich auch nicht durch einen Neustart beheben.

Lösen ließ sich das Problem auf der Kommandozeile mit Administrator-Rechten:
sudo umount /media/klara/Urlaubsfotos

Im konkreten Fall war es noch ein bisschen komplizierter, denn der Name der DVD enthielt ein Leerzeichen. Daher musste ich Anführungszeichen in den Befehl einfügen, und zwar so:
sudo umount "/media/klara/Urlaubsfotos 2018"

Damit wurde das DVD-Laufwerk wieder freigegeben, mein Kunde hatte wieder Zugriff.

Wie komme ich ins BIOS?

Eine Leserin fragt: „Habe mir das Handbuch meines neuen Notebooks durchgelesen, kann hier keine Tastenkombination für das BIOS finden. Wie kann ich die Installations-DVD für Linux öffnen?“

Windows / Deutsch / Proprietär.

Bei neuen Notebooks ist meist kein klassisches BIOS mehr vorhanden. Statt dessen steuert das so genannte „UEFI“ den Startvorgang und die Kommunikation der Software mit der Elektronik. Je nachdem, wie der Rechner konfiguriert ist, kann es sein, dass Sie nur noch von Windows aus in die UEFI-Einstellungen kommen.

Vorsicht! Wenn Sie Änderungen am UEFI oder BIOS vornehmen, gehen Sie bitte besonders sorgfältig vor. Es können Schäden am PC entstehen. Die Haftung dafür übernehmen weder Autor noch Verlag.

Gehen Sie wie folgt vor:

  • Klicken Sie in Windows mit der rechten Maustaste auf den Startknopf unten links.
  • Gehen Sie mit der Maus auf „Herunterfahren oder abmelden“, dabei noch nicht klicken!
  • Bewegen Sie den Mauszeiger auf „Neu starten“ – immer noch nicht klicken.
  • Umschalt-Taste drücken und gedrückt halten.
  • Jetzt erst mit der linken Maustaste auf „Neu starten“ klicken.
  • Danach können Sie die Umschalt-Taste wieder loslassen.
  • „Problembehandlung“ anklicken.
  • „Erweiterte Optionen“ anklicken.

Jetzt erscheinen einige spezielle Optionen. Wenn Ihr PC über ein modernes UEFI-Startsystem verfügt, das logisch an Windows angekoppelt ist, dann finden Sie hier die entsprechende Option dazu, mit der Sie die UEFI-Einstellungen aufrufen können: „UEFI-Firmwareeinstellungen".

Diese klicken Sie an. Jetzt können Sie mit einem Klick Ihren PC „Neu starten“ und dabei die UEFI-Einstellungen aufrufen.

Jetzt können Sie die Startreihenfolge ändern, so dass Sie den PC von Ihrer Linux-DVD starten können.

So können Sie Ihren alten Laptop wiederbeleben

Eine Leserin fragte: "Ich möchte jetzt einen alten aber netten Laptop (aktuell XP) mit i686 auf Linux umrüsten, aber wie geht das?"

Linux / Deutsch / Open Source.

Die Leserin hatte vergeblich versucht, Linux mit einer Installations-CD auf ihrem Laptop zu installieren. Die Fehlermeldung besagte, dass "i686" störte. Was hat das zu bedeuten?

i686 bezeichnet einen bestimmten Prozessortyp, und zwar einen mit 32 Bit. Aktuelle PCs haben aber 64 Bit Auch aktuelle Installations-DVDs für Linux haben sich darauf eingestellt, daher die Fehlermeldung. Aber es gibt immer noch Linux-Varianten, mit denen man auch einen 32-Bit-Computer betreiben kann, zum Beispiel diese hier:


Die Leserin hatte außerdem schon ISO-Dateien im Netz gefunden, war aber ratlos, was sie mit diesen tun sollte. Diese ISO-Dateien sind sozusagen virtuelle Installations-DVDs. Um sie in echte Installations-DVDs zu verwandeln, kann man sie auf einen DVD-Rohling brennen. Dabei ist es wichtig, im Brennprogrmam anzukreuzen, dass man ein "Image" brennen will.

Einfach ist es aber, die ISO-Datei auf eine spezielle Weise auf einen USB-Stick zu kopieren. Eine Anleitung dazu habe ich unten verlinkt. Wenn der USB-Stick fertig ist, stecken Sie ihn an Ihren Laptop und starten diesen neu. Das Gerät startet dann nicht Windows sondern die Linux-Installation. Sollte dennoch Windows erscheinen, müssen Sie im BIOS einstellen, dass der Rechner von dem Stick starten soll. Bie den meisten PCs kommen Sie in die BIOS-Einstellungen, indem Sie beim Start die Löschtaste drücken.

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So erneuern Sie Ihr Letsencrypt-Zertifikat

Wenn Sie einen Server im Internet betreiben, sollten Sie ihn mit einem Zertifikat absichern. So können Sie selbst und alle anderen Benutzer verschlüsselt auf den Server zugreifen. Das Zertifikat muss regelmäßig erneuert werden. So geht das mit dem beliebten kostenlosen Zertifikatsdienst Let’s Encrypt.

Linux / Englisch / Open Source.

Um Ihr Let’s Encrypt-Zertifikat zu erneuern, nehmen Sie per SSH Kontakt mit Ihrem Server auf. Der Server fragt dabei nach Ihrem Passwort. Nach der Anmeldung erscheint die Login-Meldung Ihres Servers sowie dessen Eingabezeile. Mit dem Befehl "sudo -i" können Sie sich zum Administrator ernennen, der unter Linux "root" heißt.

Um Ihr Zertifikat zu erneuern, benutzen Sie den Befehl
certbot-auto

Das löst eine ganze Reihe von Aktionen aus. Zuerst aktualisiert sich der Befehl selbst, es erscheinen Meldungen wie diese: "Upgrading certbot-auto 0.24.0 to 0.28.0, Replacing certbot-auto". Je nach Installation können noch eine ganze Menge mehr Meldungen erscheinen.

Wenn Sie gefragt werden, ob Sie mit dem Upgrade einverstanden sind ("The following packages will be upgraded ... Do you want to continue? [Y/n]"). Drücken Sie die Return-Taste, um das zu bestätigen.

Der ganze Vorgang kann je nach Server eine ganze Weile dauern. Schließlich werden Sie gefragt, für welche Adressen Sie HTTPS aktivieren möchten. Das kann eine Adresse sein oder mehrere. Wenn Sie einfach die Eingabetaste drücken, werden alle Adressen mit neuen Zertifikaten versehen.

Es kann sein, dass Sie den Port 80 freischalten müssen, damit die Prozedur funktioniert. Schließlich erscheint eine Erolgsmeldung: "Your existing certificate has been successfully renewed".

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