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So richten Sie eine neue Festplatte in Ubuntu ein

Die neue Festplatte ist eingebaut – jetzt möchten Sie sie als Home-Ordner nutzen. Mit Ubuntu ist das schnell erledigt.

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So binden Sie eine neue Festplatte in Ubuntu als Speicher für persönliche Daten ein. In Ubuntu sind viele verschiedene Konfigurationen möglich. Ich beschreibe hier beispielhaft einen Aufbau aus einer schnellen SSD-Festplatte für das Betriebssystem und einer großen Magnetplatte für die persönlichen Daten.

Meine SSD-Festplatte wurde zu klein, daher baute ich zusätzlich eine Magnetplatte ein. Diese sollte die persönlichen Daten aufnehmen. Vor allen anderen Maßnahmen legte ich eine komplette Datensicherung an – nur für den Fall, das etwas schiefgeht. Ich rief dann das Programm "Laufwerke" auf und formatierte die neue Platte mit dem Dateisystem Ext4, indem ich auf die Zahnräder klickte und "Partition formatieren" aufrief. Danach klickte ich die Zahnräder erneut an, weil ich die "Einhängeoptionen bearbeiten" wollte. Als "Einhängepunkt" trug ich "/home" ein.

Anschließend meldete ich mich ab und verschob als root alle Ordner und Dateien aus dem aktuellen /home-Ordner auf die neue Platte. Für solche Zwecke nutze ich den Midnight Commander. Dieses Programm ringt der kargen Kommandozeile so etwas wie eine grafische Oberfläche ab. Sie installieren und starten es unter dem Namen "mc".

Auf diese Weise kommen alle Daten und Einstellungen aller Benutzer auf die neue Platte. Lediglich mit den Zugriffsrechten kann es Probleme geben. Jene passen Sie auf der Kommandozeile für jeden Benutzer einzeln an, zum Beispiel so:
sudo chown achim /home/achim -R

Dabei ersetzen Sie den Namen "achim" jeweils durch den tatsächlichen Namen des Benutzers.

Schnell von Linux zu Windows wechseln

Wenn Sie Windows und Ubuntu auf einem PC haben, dann möchten Sie bestimmt öfter mal das Betriebssystem wechseln. Mit Grub Reboot geht das besonders komfortabel.

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Um von Linux zu Windows zu wechseln, müssen Sie normalerweise zunächst einen Neustart auslösen und dann aufpassen wie ein Schießhund, damit Sie nicht die kostbaren Sekunden verpassen, in denen Linux das Bootmenü anzeigt. Wäre es da nicht viel praktischer, wenn Sie Linux gleich beim Auslösen des Neustarts sagen könnten, dass es bitte Windows starten soll? Unter KDE ging das schon immer. Mit einer speziellen Erweiterung geht es auch mit der auf Ubuntu üblichen Oberfläche Gnome.

Möglich macht es das Programm Grub-Reboot und die dazugehörige Gnome-Erweiterung. Um die Erweiterung zu installieren, gehen Sie zur Seite . Diese Seite können Sie direkt mit Ihrem Betriebssystem verbinden, indem Sie die dazugehörige Erweiterung für Firefox installieren. Gnome-Erweiterung, Firefox-Erweiterung? Richtig, Sie brauchen beide. Die Firefox-Erweiterung dient dazu, dass Sie die Erweiterungen für Gnome direkt mit einem Mausklick installieren können. Die Firefox-Erweiterung wird Ihnen auf der Seite der Gnome-Erweiterungen in einer auffälligen lila Meldung oben auf jeder Seite angeboten. Klicken Sie in dieser Meldung auf "Click here" - und so weiter.

Wenn Firefox nachfragt, klicken Sie an, dass Sie die Installation "Erlauben" möchten, dann auf "Hinzufügen" und schließlich auf OK. Auf Seiten des Betriebssystems brauchen Sie ebenfalls ein Modul, damit die Seite daran andocken kann. Dieses Modul installieren Sie mit diesem Befehl:
sudo apt-get install chrome-gnome-shell

Danach können Sie endlich die gewünschte Gnome-Erweiterung installieren. Gehen Sie zur Seite von "Grub-reboot" und klicken Sie den Schalter oben rechts von "Off" auf "On" - fertig! Jetzt können Sie in Linux einen Neustart auslösen, nach dem direkt Windows hochfährt.

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So räumen Sie Ihre Festplatte gründlich auf

Wann haben Sie zuletzt Ihre Festplatte aufgeräumt? Die ständig wachsenden Speichermedien verführen leicht dazu, das Aufräumen ganz bleiben zu lassen, es ist ja Platz genug! Damit das nicht in Chaos ausartet, durchsuche ich meine Festplatte hin und wieder nach Dubletten.

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Mit FSLint finden Sie doppelte Dateien auf Linux-PCs und beseitigen sie. Damit können Sie erheblich Speicherplatz sparen. Wenn Sie gefundene Dateien löschen, denken Sie daran, sie nicht nur in den Papierkorb zu verschieben. Damit ist zum einen kein Speicherplatz gewonnen und zum anderen findet FSLint die Dateien beim nächsten Durchgang schon wieder, nur dass die Dubletten dann unter .trash zu finden sind.

Wenn Sie FSlint auf Ihren kompletten Home-Ordner loslassen, kann der Suchlauf lange dauern und riesige unübersichtliche Ergebnisse bringen. Trotzdem ist auch das natürlich unbedingt sinnvoll, denn nur so finden Sie alle Dubletten. Schneller kommen Sie aber zum Ziel, wenn Sie gezielt bestimmte Bereiche untersuchen, zum Beispiel die Musik-Sammlung. Dort finden sich oft Titel, die ganz unterschiedliche Dateinamen tragen, laut FSlint aber den gleichen Inhalt haben sollten. Überprüfen Sie mit Hörproben, ob das Programm Recht hat.
 
Sehr beliebt sind Dubletten auch in Foto- und Videosammlungen. Wenn allerdings eine komplette Sammlung doppelt ist, Aber Vorsicht: Speichermedien mit Sicherheitskopien sollten von der Dublettensuche ausgenommen werden, denn diese Verdopplungen sind ja dringend erwünscht! Klicken Sie auf "Weitere Suchparameter" und tragen Sie Sicherungsmedien als "Auszuschließende Pfade" ein.

In Ubuntu können Sie FSLint aus den Paketquellen installieren. Im Software Center ist es zwar nicht zu finden, aber auf der Kommandozeile installieren Sie es mit diesem Befehl:
sudo apt-get install fslint

So binden Sie die Magenta Cloud in Ihren Dateimanager ein

Wenn Sie Telekom-Kunde sind, können Sie auf den Servern der Firma bis zu 25 GB kostenlosen Speicher nutzen. Und zwar direkt in Ihrem Dateimanager.

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Um den Speicherplatz der Magenta Cloud in einen Dateimanager einzubinden, erzeugen Sie zuerst ein gesondertes Passwort für diesen Zweck. Dazu klicken Sie in den Einstellungen der Magenta Cloud oben rechts Ihren eigenen Namen an und wählen "Login-Einstellungen". Auf der nächsten Seite klicken Sie ganz unten unter "Zusätzliche Apps/Programme anderer Anbieter einrichten" auf "Bearbeiten". Jetzt können Sie das "MagentaCLOUD WebDAV-Passwort einrichten".

Unter dem aktuellen Ubuntu 17.04 klicken Sie im Dateimanager Nautilus links auf "Andere Orte" und tragen dann unten die Adresse ein:
davs://webdav.magentacloud.de
Das Progrmam fragt Ihren Benutzernamen und das Passwort ab. Der Benutzername ist der, den Sie auch für Ihren Telekom-Zugang verwenden. Das Passwort ist das, das Sie gerade erstellt haben.

Und schon können Sie Ihre Magenta Cloud wie eine normale Festplatte benutzen. Ist die Verbindung auf diese Weise hergestellt, können Sie sie auch für Sicherungskopien benutzen. Dazu rufen Sie das Programm "Datensicherungen" auf.

Dort klicken Sie links auf "Speicherort" und wählen rechts die Option "WebDAV". Darunter kreuzen Sie die "Sichere Verbindung" an und geben Ihre Zugangsdaten ein. Dann klicken Sie links auf "Zu sichernde Ordner". Vorgegeben ist der komplette Home-Ordner. Zum Ausprobieren löschen Sie besser diesen Eintrag und geben stattdessen kleineren Ordner an.

Wenn Sie die Datensicherung starten, können Sie ein Passwort eingeben, um die Daten zu verschlüsseln. Da Sie Ihre Daten aus der Hand geben, ist Verschlüsselung sehr zu empfehlen.

So bekommen Sie die verborgenen Dateien Ihres PCs zu sehen

Auf jedem Computer gibt es Dateien, die der Benutzer normalerweise nicht zu sehen bekommt. Oft sind das Systemdateien, in denen Einstellungen gespeichert sind.

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  Es kann durchaus interessant sein, verborgene Dateien einmal in Augenschein zu nehmen. Zum Beispiel, weil sie Speicherplatz verbrauchen, manchmal sogar jede Menge davon. Oder um zu überprüfen, ob sich ein darin ein Computerschädling versteckt. Manchmal sind sogar wichtige Anwendungsdaten in verborgenen Dateien gespeichert. Wenn Sie dann manuell eine Sicherheitskopie Ihrer Daten anlegen, kann es leicht passieren, dass Sie diese Daten nicht sichern - Sie sehen sie ja nicht!

Wie bekommen Sie aber die verborgenen Dateien zu sehen? Unter Linux gelten alle Dateien und Ordner als "verborgen", deren Name mit einem Punkt beginnt. Das sind Ordner wie .cache, .kde, .config und so weiter. Im Dateimanager von Ubuntu drücken Sie die Tastenkombination Strg-H, um die Anzeige dieser Dateien ein- und wieder auszuschalten.

Im Explorer von Windows 10 ist das deutlich komplizierter. Zunächst Klicken Sie im Windows-Explorer ganz oben auf den Karteireiter Ansicht und dann rechts oben auf Optionen. Damit rufen Sie die Ordneroptionen auf. Darin klicken Sie dann auf den Karteireiter "Ansicht". Dort finden Sie unter "Erweiterte Einstellungen" ziemlich weit unten die Option "Versteckte Dateien und Ordner". Hier klicken Sie an, dass Windows "Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen" soll. Aber selbst dann bekommen Sie noch nicht alle Dateien zu sehen, denn weiter oben findet sich im gleichen Fenster noch die Option ""Geschützte Systemdateien ausblenden". Erst wenn Sie hier das Häkchen entfernen, zeigt Windows Ihnen alle Dateien.