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Was tun, wenn der NextCloud-Server voll ist?

Man kennt das: Egal, ob es um Schubladen, Kellerräume oder Festplatten geht – es sammelt sich im Laufe der Zeit einfach immer mehr Zeug darin an. Das gilt auch für Nextcloud. Und irgendwann funktioniert dann noch nicht mal mehr das Login.

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Mit Nextcloud können Sie auf einem eigenen Server Dateien, Termine und Kontakte abgleichen. Das funktioniert meist reibungslos. Es kann aber vorkommen, dass die Festplatte des Servers vollläuft. Dann kann man sich schlimmstenfalls gar nicht mehr an der Web-Oberfläche des Servers anmelden.

Wenn das passiert, weichen Sie auf den Admin-Eingang auf der Kommandozeile aus. Den erreichen Sie per SSH. Angenommen, Sie betreiben den Server im eigenen Netzwerk auf einem RaspberryPi. Dieser trägt in Ihrem Netz den Namen raspberrypi und läuft mit der Standard-Konfiguration unter Raspbian. Dann lautet der Befehl, mit dem Sie die Kommandozeile Ihres Server erreichen
ssh pi@raspberrypi

Sie geben Ihr Passwort ein und können mit df -h ermitteln, wie voll die verschiedenen Bereiche der Festplatte sind. Über 90 Prozent wird es kritisch, bei 100 Prozent geht auf der Web-Oberfläche nichts mehr.

In dem Fall müssen Sie zunächst Platz schaffen. Ich installiere auf meinen Servern für solche Zwecke immer den Midnight Commander mit
sudo apt-get install mc

Um Zugriff auf alle Bereiche zu haben, ernennen Sie sich mit sudo -i zum root. Mit oder ohne mc gehen Sie dann zu Ihrem Datenordner. Diesen finden Sie in der Standard-Konfiguration unter /var/www/html/data. Darin finden Sie für jeden Benutzer Ihres Servers einen eigenen Ordner. Suchen Sie zuerst nach Ordnern mit dem Namen files_trashbin. Das ist der Papierkorb des jeweiligen Nutzers. Dessen Inhalt können Sie löschen, ohne großen Schaden anzurichten.

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