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Wenn Linux nicht starten will

Es kann ganz plötzlich passieren: Der Anmeldebildschirm erscheint in einer falschen Auflösung, die Anmeldung schlägt fehl. Statt der gewohnten Arbeitsumgebung bekommt man nur Fehlermeldungen zu sehen. Was Sie dann tun können.

Linux / Deutsch / Open Source.

Linux ist ein sehr flexibles Betriebssystem. Bei Problemen mit Start oder Anmeldung können Sie auf eine Kommandozeile und auf ältere Kernel ausweichen. Fast jedes Problem lässt sich so lösen. Wechseln Sie als Erstes mit der Tastenkombination Strg-Alt-F1 zu einer Kommandozeile. Diese Kommandozeile funktioniert unabhängig von der grafischen Oberfläche. Nicht erschrecken: Es zeigt sich ein fast komplett schwarzer Bildschirm. Dort können Sie sich aber mit Ihren gewohnten Zugangsdaten anmelden. Achtung: Wenn Sie Ihr Passwort eingeben, scheint der Computer es nicht anzunehmen. Lassen Sie sich davon nicht irritieren! Tippen Sie Ihr Passwort zuende und drücken Sie dann die Eingabetaste. Schon sind Sie auf Ihrem Linux-PC angemeldet.

Der Bildschirm ist allerdings immer noch schwarz. Allerdings zeigt der PC auch im Textmodus etliche Meldungen an. Es könnten zum Beispiel Updates fällig sein. Diese installieren Sie mit den Befehlen "apt-get update" und "apt-get upgrade".

Mit dem Befehl "ls" stellen Sie fest, ob Ihre Dateien noch da sind. Eine mögliche Fehlerursache ist eine vollgelaufene Festplatte. Mit "df -h" überprüfen Sie das. Ist eine der Festplatten zu 100 Prozent belegt, so liegt hier wahrscheinlich der Fehler. Löschen Sie Dateien, um Platz zu schaffen.

Mit "reboot" lösen Sie einen Neustart aus. War der Platzmangel das Problem, sollte der PC jetzt fehlerfrei durchstarten. Wenn nicht, können Sie bei einem weiteren Neustart einen anderen Kernel wählen. Gehen Sie dazu im Startmenü auf "Erweiterte Optionen für Ubuntu" und wählen Sie einen Eintrag, der ungefähr so aussieht: "Ubuntu mit Linux 4.15.0-23 generic".

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