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Androide mit Maussteuerung: Komfort und Notfallmaßnahme

Die Steuerung von PCs ist ohne Mausfunktion nahezu undenkbar. Weder die klassische Tastatur noch die moderne Touchbedienung haben die Mäuse arbeitslos gemacht. Wenig bekannt: Auch Smartphones mit Android-Betriebssystem lassen sich per Maus steuern, und das ist nicht nur ein Komfortmerkmal.

Um eine Maus an ein Android-Smartphone oder -Tablet anzuschließen, sind die folgenden drei Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Das Android-Mobilgerät muss USB-OTG (USB On The Go) unterstützten. Das ist bei allen aktuell im Betrieb befindlichen Android-Smartphones der Fall, denn schließlich nutzt quasi niemand ein 10 Jahre altes Mobilgerät. Entsprechende Geräte erkennen Sie auch am USB-Logo mit zusätzlichem grünem Pfeil auf der Unterseite und weißem „On-The-Go“-Schriftzug. 
  2. Sie benötigen in jedem Fall ein USB-OTG-Adapterkabel, das die USB-Buchse für den Mausanschluss zur Verfügung stellt. Ein solches Kabel erhalten Sie im Elektronikfach- und Online-Handel für wenige Euro. Prüfen Sie, ob es sich bei der Buchse am Smartphone um eine ältere Micro-USB-Buchse (asymmetrisch) oder die neuere USB-C (symmetrisch) handelt.
  3. Welche USB-Maus Sie dann anschließen, können Sie ganz nach Ihren Vorlieben bestimmen. Es sind also auch kabellose Funkmäuse nutzbar. Allerdings: Prinzipiell ist eine einfache kabelgebundene USB-Maus die beste Lösung, denn alle Zusatzfunktionen, die am PC mit einem speziellen Windows-Treiber organisiert werden, funktionieren unter Android nicht. Zudem: Die Spannungsversorgung der Maus findet über den Akku des Mobilgeräts statt, was bei Mäusen mit hohem Funktionsumfang die Laufzeit des Mobilgeräts entsprechend verkürzt. 

Tipp:

Alternativ zu einer USB-Maus unterstützt Android auch Bluetooth-Mäuse, die Sie ganz ohne Kabel mit dem Mobilgerät verbinden können. Bluetooth-Mäuse sind allerdings wenig verbreitet, sodass Sie eine Maus für diesen speziellen Einsatz am Mobilgerät wahrscheinlich zukaufen müssen.

Vorteile des Betriebs einer Maus am Mobilgerät

1. Komfort:

Die Diagonalen der Mobilgeräte haben sich seit den ersten Geräten 2007 inzwischen glatt verdoppelt, 6 bis 7 Zoll große, randlose Geräte sind normal. Trotzdem ist die Eingabe von längerem Text „fummelig“, die flotte Eingabe von Zahlen oftmals eher unsicher. Die Navigation auf dem kleinen Display lässt sich daher mit der Maus sehr verbessern, das gilt auch für viele Gaming-Apps. 
2. Notfall-Datenrettung: Das Anschließen einer Maus ans Smartphone ist eine sinnvoll Notfall-Maßnahme zur Datenrettung, wenn der Touchscreen defekt ist. Die „Android-Maus“ wird beim Anschluss automatisch aktiviert, sodass keine zusätzliche Treiberinstallation erforderlich ist. Sie können direkt mithilfe des Mauszeigers auf dem Display navigieren, und beispielsweise wichtige Daten retten, indem sie in einen Cloudspeicher oder auf eine Speicherkarte kopiert werden.